Xandra schaut zurück (Teil 2)

Xandra schaut zurück (Teil 2)

Im 1. Teil erzählte Xandra schon wie alles angefangen hat, wie sie einige Preise bei Gesangswettbewerbe gewann. Es geht weiter in diesen Teil.

Xandra machte nach die erste Erfolge noch bei einige Wettbewerbe mit. In 1991 wurde sie ausgezeichnet mit dem “Pressepreis” bei einen großen Wettbewerb in der Provinz wo sie wohnt. In 1995 gewann sie noch einen Gesangswettbewerb in Den Bosch (auch oft ‘s-Hertogenbosch genannt) wo sie damals für umgerechnet etwa 500 Euro an Preise gewann.

Bei Gesangswettbewerbe trifft man natürlich viele andere Künstler, und auch Leute die versuchen die Künstler irgendwie weiter zu helfen, aber auch Leute die damit nur ihren eigenen Geldbeutel füllen möchten.

Leere Versprechungen

Xandra: “Als junges Mädchen erlebte ich schon einiges: von eine Künstleragentur die mir viel versprach, aber wenig bis nichts davon machte, bis Leute, die mir sehr gerne weiter helfen wollten, aber es irgendwie nicht konnten, weil ihnen die Kontakte fehlten oder sie auch zu gutgläubig waren. Es gab einen Mann, der mir einige Auftritte besorgte, der sich aber später durch gewisse Leute zu sehr beëinflüssen ließ. Ich entwickelte damals schon sehr früh eine Art ‘Innere Alarmanlage’, so wie ich das manchmal nenne. Wenn diese Alarmanlage nicht funktioniert hätte, hätte ich auf den Rat diesen Mann einen 2-Jährigen Knelbelvertrag unterschrieben! Zwei andere Künstler Kollegen sind damals dort doch noch reingefallen, obohl ich sie beiden gewarnt habe. Denen wurde 30 Auftritte im Jahr versprochen, sie bekamen aber nur EINEN Auftritt, in einem kleinen Imbiß und konnten den 2-Jährigen Vertrag nicht so einfach kündigen. Später war ich also diejenige, die doch Recht hatte”.

Diese Zeit brachte aber für Xandra auch wieder etwas gutes. Sie kam in Kontakt mit Arno Klein, einen Mann der auch sehr gerne und mit Herz Künstler begleitet und beratet.

Kippe aus, anschnallen, Schnauze halten

Xandra erzählt: “Arno hatte ich schon öfters mal gesehen und er hat sich meine Aufrtitte immer sehr aufmerksam angesehen und angehört. Er bat an, mir zu helfen. Versprechen konnte und wurde er aber nichts. Und wenn es gefallen sollte, konnte die Zusammenarbeit dann weiter gehen….. Das fand ich gut. Eine Bedingung hatte Arno aber noch: meine Mutter sollte bei meine Auftritte zu Hause bleiben. Das war eigentlich auch besser, lach. Und so kam es, daß Arno mich an einem Tag zu Hause abholte. Ich kann mich noch ganz genau an sein rotes BMW erinnern. Und er hatte so einen Aufkleber drin: ‘Kippe aus, anschnallen, Schauze halten’. Irgendwie fand ich das witzig!”

So tingelten Arno und Xandra viel in Deutschland rum. Sehr oft war auch Arnos Frau Ingrid mit dabei, die dann Xandra die Haare machte, das Make-Up, oder half beim umkleiden. Wenn Xandra darüber erzählt, zwinkeln ihre Augen: “Ingrid und ich hatten in alles, ja wirklich alles die gleiche Kleidunggröße, sogar in die Schuhe! Auch wenn ich einfach zu Besuch bei Arno war, und jemand anrief für einen Auftritt – wir sollten bitte so schnell wie möglich kommen, weil einen Künstler ausgefallen war – dann gab es keine Zeit um noch nach Hause zu fahren und dort meine Sachen zu holen. Dann machte Ingrid einfach ihren Kleiderschrank auf und ich dürfte aussuchen was ich möchte. Arno und Ingrid sind meine zweite Familie geworden, und vor allem Arno nenne ich sehr oft ‘Ersatzpapi’. Mit ihm als Berater habe ich in meinem Leben mindestens 4 Autos gekauft, solche Sachen die normalerweise die Töchter mit ihren Vater machen. Er ist auch immer sehr interessiert, was so alles in meinem Leben läuft, so auf der Arbeit, gesundheitlich und auch andere Sachen. Auch wenn mich etwas bedrückt, kann ich immer mit ihm reden.”

Central Show und Antenne AC Sommer Tour

Arno war auch derjenige der dafür sorgte, daß Xandra auf Sommertour ging mt die Central Show vom Radiosender Antenne AC. Dieter Zorn, damals der Inhaber vom Café Central in Weisweiler, veranstaltete diese Sommertour und nahm Xandra fest mit ins Programm. Für Xandra war es eine schöne Zeit, wo sie auch viel lernte.

“Dieter probierte manchmal so einiges mit mir aus,” sagt Xandra. “Er sagte einfach: ‘So, und jetzt singst du mit dieser Band zusammen Blue Bayou’. Und so stand ich auf einmal mit einem Live-Band aus der Slowakei auf der Bühne und sang Blue Bayou.”

Dann zeigt Xandra wieder das Foto Album. Man sieht da eine junge Xandra, die zusammen mit einer Frau etwas singt. Auch dann fängt Xandra wieder an zu lachen.

“Das war in Eschweiler auf dem Muschelfest. Ich sah dort eine Band und fragte noch an Arno: ‘Diese Frau da, ist das nicht die Schwester von Toni Willé, die Sängerin von Pussycat?’ Arno bestätigte, grinste und lief etwas später weg….. Er wusste auch, daß ich als Kind ein großer Fan von Pussycat war, und ich auch einige Lieder von Pussycat in meinem Programm hatte. Auf einmal wurde meinem Auftritt auf der Bühne dann durch Dieter Zorn abgebrochen, und Betty, die Schwester von Toni Willé, die füher auch in Pussycat sang, wurde auf der Bühne geholt (siehe zweites Bild). Wir mussten zusammen dann Mississippi singen. Ich wusste, das sowas passieren konnte, aber die arme Betty wusste das nicht. Sie machte das Spiel aber wunderbar mit!”

Überraschungsprogramm

Arno hatte so auch ein Lieblingsspiel, das hieß “Überraschungsprogramm”. Dies bedeutete, daß Xandra vorher nicht wusste, was sie singen wurde. Arno sorgte dafür, daß das richtige Playback gestartet wurde und daran hörte Xandra dann, welchen Song jetzt dran war.

Xandra: “Ich kann mich auch noch ganz genau dran erinnern, daß Arno manchmal einen Text mitbracht, mir dann das Playback im Auto unterwegs zum Auftritt vorspielte und ich dann der Song später beim Auftritt schon gesungen habe. Damals ging Texte lernen noch sehr schnell, heut zu Tage kann ich das nicht mehr so schnell wie früher, lach.”

Auf jeden Fall lernte Xandra so, auf fast jede Situation ein zu spielen. Und das war gut. Als auf einmal während Xandras Auftritt bei einem Gesangswettbewerb der Techniker am falschen Knopf drehte und, während Xandra mit volle Konzentration “One Moment in Time” von Whitney Houston sang, kam auf einmal auf volle Lautstärke statt Xandras Playback Housemusik aus den Boxen. Xandra sang, etwas erschrocken, weiter und tat so, als wäre nichts passiert.

Auch wenn auf einmal der Strom im Saal ausfiel, sang Xandra weiter, einfach ohne das Mikrofon funktionierte, ohne Begleitungsmusik, à capella.

Schöne Erinnerungen

Xandra schaut sehr gerne zurück nach diese Zeit (1994-1995). Es gäbe eigentlich noch viel mehr zu erzählen……

“Auftritte zusammen mit Nick MacKenzie, Arne Janssen, Tatjana Simic, Hanny, alles damals sehr bekannte Künstler in den Niederlanden, manche davon auch im Ausland bekannt. Als Chorsängerin war ich mit dabei bei einem Auftritt von Jack Jersey in Belgien. Es gab Fernsehen Auftritte in Bremen im Offenen Kanal, Auftritte in Kircheib, Leipzig, Düsseldorf, auf die Stadtfeste in Stolberg und Aachen, die indonesische Abende, die VDM Künstlermeetings bei Geulen in Aachen….. Von manche Auftritte gibt es sogar noch Videos, so wie diese hier:

Wenn man da alte Aufnahmen von damals hört, da war ich wirklich noch jung und unschuldig, lach. Ja, wenn ich so zurück schaue, dann war es vielleicht musikalisch einer der schönsten Zeiten meines Lebens, wo ich viel lernte, auch viel unterwegs war, aber auch sehr gut beschutzt und begleitet wurde. Es fühlte auch wirklich manchmal so, ob die ganze Welt für mich offen und zu entdecken vor mir lag.”

Es wurde auch noch viel mehr entdeckt, aber darüber geht es weiter im 3. Teil, das wir bald veröffentlichen werden……

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